The Pirate Round

Vierzehnter Teil

Worin die Piraten getrennt werden

Der Sieg über die spanischen Verfolger war Grund zur Freude, schließlich hatte man endgültig bewiesen, dass die Rapture eine Kraft geworden war, mit der jene, die sich anschickten Herren der Karibik zu sein, rechnen mussten. Doch es war auch Zeit für Abschiede. Liani, die Prinzessin des friedfertigen Stammes gewesen war, aus dem auch Dahn-Ti stammte, war nicht für das so gewalttätige Leben der Seeräuber geschaffen. Nach einer ernsten Aussprache nahm sie ihren Abschied von der Mannschaft, die sie liebgewonne hatte, und ließ sich bei der nächsten großen Insel an Land bringen. Big George, der bereits zuvor mit Sedgemoore um die Gunst der schönen Insulanerin gebuhlt hatte, begleitete sie als Beschützer.

Doch als Dahn-Ti und Sedgemoore am Strand den beiden Lebwohl gesagt, und sich auf zurück zum Schiff gemacht hatten, geschah aus blauem Himmel heraus etwas furchterregendes. Eine mächtige Seeschlange, groß wie eine Galleone und gepanzert wie ein Drachenleib, stieß empor! Sie zerschmetterte das Beiboot und riss die Indianerin und den Engländer mit sich fort. Noch ehe irgendwer reagieren konnte, war sie in dem Insellabyrinth der Bahamas verschwunden. Heute weiß ich, dass dieses Untier Lusca genannt wird, und hege die Vermutung, dass sie gesandt wurde, um den Frevel an den Meerjungfrauen zu sühnen. Doch vielleicht war es auch nur ein Streich des Schicksals.

So waren die Wege getrennt worden und von dem, was bis zu ihrem erneuten glücklichen Zusammentreffen geschah, kann ich wenig sagen, war ich doch bei vielem nicht anwesend, und bei dem wenigen, wo ich es war, sind meine Erinnerungen unsicher. Fest steht nur, dass Sedgemoore und Dahn-Ti von der Seeschlange auf eine sumpfige, große Insel der Bahamas verschleppt wurden, die heute Andros genannt wird. Dort mussten sie sich mit diversen Flüchen auseinandersetzen und trafen erneut auf de Graaf. LaPierre und Black John hingegen wurden auf eine falsche Fährte gesetzt, und gerieten in ein geheimes Gefangenenlager, das bei der Konfrontation mit den beiden Piraten allerdings den Kürzeren zog. Bei dem nächsten Treffen der Tijgerhaai mit der Rapture trafen die getrennten Seeräuber wieder glücklich zusammen und konnten ihre Reise fortsetzen.

Seitdem unsere zweifelhaften Helden sich als Piratenmannschaft zusammengefunden hatten, mussten sie gemeinsam so manche Gefahr bestehen, trafen neue wie alte Freunde und Feinde und teilten bei Lagerfeuer oder an Deck ihre Geschichten miteinander. Sie waren nun wirklich eine Gemeinschaft geworden. Im folgenden Band will ich erzählen, wie sie von nun an begonnen, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen.

ENDE VOM ZWEITEN BUCH

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